Straße der Skulpturen Sankt Wendel

Projektidee

Der Verein „Straße des Friedens - Straße der Skulpturen in Europa - Otto Freundlich Gesellschaft e.V.“ hat die Zielsetzung, die bereits im Landkreis St. Wendel bestehende Skulpturenstraße bis zur
Herbert George, ohne Titel, 1972
normannischen Küste und nach Moskau auszuweiten. Sie soll in einer Hommagean den jüdischen Maler und Bildhauer Otto Freundlich ein Sinnbild des Friedens und der Völkerverständigung werden.


Diese „Straße des Friedens“ bezieht sich auf die Idee des im Dritten Reich ermordeten jüdischen Künstlers Otto Freundlich (1878-1943), der schon in den 1930er Jahren von zwei – wie er es nannte – „völkerverbindenden“ Skulpturenstraßen geträumt hatte: „une voie de la fraternité humaine“ (Weg der menschlichen Brüderlichkeit, von Nord nach Süd) und „une voie de la solidarité humaine en souvenir de la libération“ (Weg der menschlichen Solidarität in Erinnerung an die Befreiung).

 

 


Paul Schneider, "Durchblick in die Landschaft", 1971
Der Künstler konnte sein Vorhaben jedoch nicht realisieren, da er 1943 im Konzentrationslager Majdanek umgebracht wurde. Der Bildhauer Leo Kornbrust, dem die Straße der Skulpturen in St. Wendel zu verdanken ist, griff die Idee Otto Freundlichs wieder auf. 1978 begannen die ersten Arbeiten an der eigentlichen „Straße der Skulpturen“. Hier entstanden bis heute etwa 50 Skulpturen und Projekte von 48 Künstlern aus 12 Ländern. Die Realisierung des Vorhabens Otto Freundlichs soll nun „Step by Step“ verwirklicht werden.


Der Verein will in Zusammenarbeit mit seinen Partner mit der Realisierung einer durchgehenden Kette von Skulpturen zwischen Paris und Moskau ein deutliches, unübersehbares und lebendiges Zeichen des friedlichen Zusammenlebens der Völker in ganz Europa schaffen. Unser Vorhaben soll dabei die Aufmerksamkeit auch auf die Ursachen, Formen und Folgen von Krieg und Gewalt lenken, die sich in Europa in vielfältiger Form manifestieren.


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