Im März 2005 bezog der neue Verein seine eigens gegründete Geschäftsstelle
in St. Wendel. Hier entsteht auch ein Archiv, das die Unterlagen der letzten
35 Jahre beherbergt, und das für die Öffentlichkeit zugänglich
ist.
Künstler treffen sich zu einem Kolloquium in St. Wendel
Im Juni 2005 fand ein Kolloquium mit polnischen, luxemburgerischen, französischen
sowie deutschen Künstlern in St. Wendel statt, das als Vorbereitung für
das erste Bildhauersymposium außerhalb Deutschlands, nämlich in Slupsk
(der Geburtsstadt Otto Freundlichs) diente. Dieses Kolloquium hatte u.a. den
Erfolg, dass die Künstler in ihren Ländern für das Projekt Werbung
machen und so neue Partnerschaften entstehen können. Als neue Partner sollen
an dieser Stelle nur einige genannt werden: in Frankreich das Weltfriedenszentrum
von Verdun, in Polen die Gedenkstätte des Konzentrationslager Majdanek
und das Bildhauerkulturzentrum Oronsko und in Luxemburg der Naturpark Oewersauer
sowie der Jardin de Wiltz. Im September des gleichen Jahres fand mit allen Partnern
in St. Wendel ein Workshop zur Klärung des weiteren Vorgehens und der transnationalen
Förderung statt.
Im Oktober 2005 wurde das Projekt für das Kulturhauptstadtprojekt Luxemburg
und die Großregion 2007 gemeldet und hier in Kategorie 1 aufgenommen.
Im März 2006 reiste eine kleine Delegation des Vereins nach Polen, um
sich vor Ort von den Möglichkeiten eines Bildhauersymposion in Kenntnis
Prof. Leo Kornbrust stellt das neue Buch
von Rena Karaoulis (links) zur
St. Wendeler Skulpturenstraße vor. zu setzen. Neben der offiziellen
Begrüßung des Stadtpräsidenten und einer Pressekonferenz wurden
in Slupsk die von ortskundigen Bildhauern ausgesuchten Skulpturenstandorte besichtigt.
In Oronsko, dem führenden Kulturzentrum für Bildhauerei in Polen,
konnte sich die Vereinsdelegation von den guten Arbeitsmöglichkeiten für
Künstler überzeugen. In Zusammenarbeit mit diesem Institut werden
in Zukunft die weiteren Realisierungsschritte für das Projekt in Polen
abgestimmt. Ein weiterer Höhepunkt der Reise war die Besichtigung der Gedenkstätte
Majdanek. Der dort alljährlich stattfindende Kunstwettbewerb wird in diesem
Jahr Otto Freundlich gewidmet sein.
Im Herbst werden sich die Künstler zur Vorbereitung eines Bildhauersymposions
2007 in Slupsk dort und in Oronsko zu einem Kolloquium treffen.
Im Sommer jährt sich das Bildhauersymposion St. Wendel zum 35. Mal. Wir
wollen dies gebührend feiern.
Der Termin und die Veranstaltung werden in der Tagespresse bekannt gegeben.
In diesem Jahr werden darüber hinaus auch die Vorbereitungen für das
Die Vorstellung des Projkets zog zahlreiche Besucher an.
Kulturhauptstadtprojekt 2007 laufen, weil im Rahmen dieses Vorhabens in der
Großregion Künstler Skulpturen für die Strasse des Friedens
geschaffen werden sollen. In der Großregion haben sich das Weltfriedenszentrum
von Verdun und die Friedensstadt Wiltz dem Projekt Strasse des Friedens
angeschlossen. Neben dem gemeinsamen Arbeiten von Künstlern werden begleitende
Veranstaltungen und Führungen angeboten.
Konkret bedeutet dies, dass die Straße des Friedens ihrem
Ziel als völkerverbindendes Symbol über die Grenzen Deutschlands hinaus
einen weiteren Schritt näher gekommen ist.