Natur- und Kulturhistorisches Museum Tholey

Umsetzung                                                                                                     

In Abstimmung und Zusammenarbeit mit den heimatgeschichtlich tätigen Vereinen der umliegenden Gemeinden ist das Museum als lokale Präsentationsplattform für die z.T. bedeutsame natur- und kulturhistorische Hinterlassenschaft der Schaumbergregion konzipiert.

Das Museum gliedert sich in verschiedene Themenschwerpunkte, die auch ausstellungstechnisch durch getrennte Räume ablesbar werden:

  •  Naturgeschichte des Schaumberger Landes (Tholeyit)
  •  Vor- und Frühgeschichte (Kelten-Römer)
  •  Abtei Tholey (Klostergebäude und Einfluss der Abtei auf die Region)
  •  Amt Schaumburg (als jahrhundertelange Verwaltungseinheit Lothringens) mit dem Hauptort Tholey und der Schaumburg

Dem Oberbegriff „Steinreich“ sind insbesondere zwei Ausstellungsschwerpunkte gewidmet, in deren Mittelpunkt das Thema Stein steht:

Naturgeschichte/Tholeyit

Für die Darstellung des Themenschwerpunktes „Naturgeschichte/Tholeyit“ konnte die in Jahrzehnten zusammengetragene private Sammlung von Hans Backes aus Tholey-Bergweiler als Dauerleihgabe gewonnen werden. Sie enthält eine Vielzahl von mineralogisch herausragenden Exponaten, die alle aus der Schaumbergregion stammen und professionell aufbereitet und präsentiert sind.

Es wird zum Einen das Gestein „Tholeyit“ in seinen verschiedenen Erscheinungsformen gezeigt und die Geschichte seiner Namensgebung erläutert. Darüber hinaus sind eine Reihe von versteinerten Hölzern, Karneolen, Malachiten und Manganknollen zu sehen. Ebenso findet man in diesem Ausstellungsbereich Beispiele für erzhaltige Gesteine und Rötelsteine, deren wirtschaftliche Verwertung bereits seit der Antike durch entsprechende Funde wie römische Rötelstifte belegt ist. Dies wird durch entsprechende Funde anschaulich dargestellt.

„Kult’Steine“


Blick in das neue Museum "Theulegium"
Viele geschichtliche und kulturelle Epochen manifestieren sich heute besonders deutlich anhand ihrer steinernen Hinterlassenschaft. Das Thema „Stein“ – diesmal in seiner kulturellen Überarbeitung - führt daher wie ein roter Faden auch durch die übrigen Ausstellungsräume, in denen die Vor- und Frühgeschichte, die Abtei Tholey und das Amt Schaumburg dargestellt werden.

In der Abteilung „Vor- und Frühgeschichte“ belegen steinzeitliche Faustkeile, Speerspitzen und Mühlsteine die vorgeschichtliche Verwendung. Aus keltischer und römischer Zeit sind eindrucksvolle Fragmente von Götterstatuen, Architekturfragmenten wie Säulen und Kapitellen, Grabmälern und Inschriften zu sehen.

Weiten Raum nimmt auch die steinerne Hinterlassenschaft der Abteikirche und ihrer Vorgängerbauten ein. Hier sind zahlreiche auch überregional bedeutsame Beispiele
historische Dokumente und Spolien
mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Steinmetzkunst zu sehen, die bei verschiedenen Grabungen und Baumaßnahmen im Abteibereich entdeckt wurden. Von romanischen Blattwerkfriesen über gotische Kapitelle und Figurenfragmenten reicht das Spektrum bis hin zu Teilen von Renaissance-Epitaphen und Elementen barocker Gartenarchitektur.

Nicht zuletzt ist das Thema „Stein“ auch im Ausstellungsbereich „Amt Schaumburg“ präsent, wo neben Dokumenten und Karten auch Funde und Stein-Spolien von der Schaumburg gezeigt werden.


geborgene Steinspolien

Bislang ist nur wenigen Fachleuten bekannt, dass der Ort Tholey einem weit verbreiteten Gestein seinen Namen gegeben hat.

Weiter Informationen über das Museum wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise etc. finden Sie unter www.theulegium.de.


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